Jüdischen Stimmen Raum geben: Ausstellungsintervention 'Anti-Anti 2.0' verlängert
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Wer erzählt Geschichte – und welche Erfahrungen kommen dabei zu wenig zur Sprache? In der Dauerausstellung des Hauses der Geschichte eröffnen elf Stationen neue Zugänge zu vertrauten Museumsinhalten. Jüdische Stimmen setzen eigene Schwerpunkte, widersprechen bestehenden Darstellungen und machen sichtbar, was sie im heutigen Deutschland bewegt. Dabei steht auch der Umgang des Museums mit antisemitischen Bildmotiven zur Diskussion.
Persönliche Videobeiträge geben Einblick in Erwartungen, Sorgen und Zukunftswünsche. Ein interaktiver „Verschwörungsgenerator“ führt vor Augen, nach welchen Mustern antisemitische Weltbilder entstehen. Die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Ausgrenzung verbindet sich mit Beispielen muslimisch-jüdischer Begegnung und gegenseitiger Unterstützung. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, eigene Gedanken einzubringen und Impulse über den Museumsbesuch hinaus mitzunehmen.
Das Stuttgarter Lehrhaus hat „Anti-Anti 2.0 – Gemeinsam gegen Antisemitismus“, das Projekt hinter der Intervention, gefördert und die inhaltliche Erarbeitung mitgestaltet. Für die Umsetzung arbeiteten Mitarbeitende des Hauses der Geschichte mit Community-Kurator*innen zusammen. Fachleute aus Wissenschaft und antisemitismuskritischer Bildungs-, Beratungs- und Vermittlungsarbeit brachten ihre Kenntnisse ein.
Die verlängerte Laufzeit bietet weitere Gelegenheiten, diesen Stimmen zu begegnen und sich mit ihren Fragen und Anliegen auseinanderzusetzen. Dazu laden wir herzlich ein.
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