Das Stuttgarter Lehrhaus

Zentrum für interreligiösen Dialog

Das Stuttgarter Lehrhaus wurde 2010 aus der Überzeugung heraus gegründet, dass interreligiöser Dialog mehr sein muss als Begegnung oder höflicher Austausch. Inspiriert vom klassischen Lehrhaus-Gedanken verstand insbesondere Karl-Hermann Blickle († 2022) das Lehrhaus als einen Ort des gemeinsamen Lernens: Texte lesen, Fragen stellen, Widersprüche aushalten und einander ernst nehmen – ohne vorschnelle Harmonisierung, aber mit gegenseitigem Respekt. Gemeinsam mit Meinhard Tenne († 2015) und Lisbeth Blickle wurde dieser Gedanke in Stuttgart institutionell verankert. Lisbeth Blickle ist die aktuelle Vorsitzende.

Der Lehrhaus-Gedanke prägt die Arbeit des Stuttgarter Lehrhauses bis heute: Dialog entsteht hier nicht aus dem Anspruch, Recht zu behalten, sondern aus der Bereitschaft, voneinander zu lernen. Als Zentrum für interreligiösen Dialog ist das Stuttgarter Lehrhaus ein Ort des jüdisch-christlich-muslimischen Trialogs. Es schafft Räume, in denen religiöse Traditionen in ihrer Eigenständigkeit sichtbar bleiben und zugleich ins Gespräch miteinander treten. Grundlage aller Arbeit sind Gleichberechtigung, Respekt und der Dialog auf Augenhöhe.

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Spendenkonto Stuttgarter Lehrhaus
Volksbank Stuttgart eG
DE63 6009 0100 0386 3290 01

In den Jahren 2025/26 wurde die Trägerschaft des Lehrhauses neu geordnet. Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog wurde aufgelöst; die inhaltliche Arbeit wird seither von BLICKWEITE als neuem Träger fortgeführt. Ziel dieser Neustrukturierung ist es, die gewachsene Arbeit des Lehrhauses zu sichern und zugleich zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Das Stuttgarter Lehrhaus organisiert ein breites Spektrum an Bildungsformaten: Vorträge, Lernkreise, Seminare, Studiennachmittage und Gesprächsreihen finden in Präsenz und digital statt. Die Programme entstehen in Kooperation mit interreligiösen Partnerorganisationen, religiösen Gemeinden und Bildungseinrichtungen. Dabei greift das Lehrhaus auf langjährige Netzwerke im deutschsprachigen Raum zurück und steht zugleich im Austausch mit Lernorten und Dialoginitiativen in Israel und Jerusalem.

Die inhaltliche Umsetzung der Arbeit verantwortet seit 2016 Hasan Dadelen als Projektleiter gemeinsam mit dem Vorstand. Das Stuttgarter Lehrhaus versteht sich dabei nicht nur als Veranstalter, sondern als Plattform für gemeinsames Denken und Lernen. In diesem Sinne wird der Lehrhaus-Gedanke nicht bewahrt, sondern weitergeführt – als lebendige Praxis interreligiöser Verständigung in einer pluralen Gesellschaft.

Ansprechpartner

Hasan Dadelen

Hasan Dadelen

Projektleiter, Muslimischer Referent

hd@stuttgarter-lehrhaus.de

 

Lisbeth Blickle

Lisbeth Blickle

Vorsitzende

lb@stuttgarter-lehrhaus.de

Matthias Neumann

Matthias Neumann

Organisation und Finanzen

mn@stuttgarter-lehrhaus.de

Partnerorganisationen

Logo Arbeitsgruppe Wege zum Verständnis des Judentums

Arbeitsgruppe Wege zum Verständnis des Judentums

Die Arbeitsgruppe der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist der Beirat des Evangelischen Pfarramts für das Gespräch zwischen Christen und Juden in Bad Boll. Sie pflegt und fördert die Kontakte zwischen jüdischen und christlichen Gemeinden in Württemberg, berät und begleitet Einzelpersonen, Gruppen, Gremien und Institutionen im jüdisch-christlichen Gespräch und ist – auch durch das Mittragen der vielfältigen Angebote des Pfarramts für das Gespräch zwischen Christen und Juden (Toralernwochen, Fortbildungskurse, Studiennachmittage, Reisen u.a.) – eine Brücke zwischen den Religionen.

www.agwege.de

Logo forum jüdische bildung und kultur

forum jüdische bildung und kultur

Der Verein bietet durch thematisch breit gefächerte  Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die für alle Interessierten offen sind,  Raum für Begegnung, das Erleben von Traditionen  und heutiger Kultur, Informationen zu jüdischer Geschichte und Religion sowie für Impulse zu Integration und Dialog – sowohl in der jüdischen  Gemeinschaft wie auch mit  nicht-jüdischen gesellschaftlichen Gruppen.  Mit diesem Spektrum lebt das fjbk bereits seit 2007 die Idee der Jüdischen Lehrhäuser hier in der Region Stuttgart und bietet darüber hinaus das Programm einer jüdischen Akademie.   

www.fjbk-stuttgart.de

Logo Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Schon seit 65 Jahren ist die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Stuttgart im Dialog von Judentum und Christentum engagiert. Aus der Verpflichtung, an die Shoah zu erinnern, lebt ein vielfältiger Einsatz für Menschenrechte gegen Rassismus und Toleranz. Dieses Engagement hat sich in den zurückliegenden Jahren auch für den Dialog mit dem Islam geöffnet. Die jährliche „Woche der Brüderlichkeit“ und das Wachhalten des Bewusstseins für die gemeinsamen Gedenktage werden ergänzt durch fortlaufende Projekte, wie zum Beispiel einen Lehreraustausch mit Israel.

www.gcjz-stuttgart.de

Logo Haus Abraham im Stuttgarter Lehrhaus

Haus Abraham

Entstanden aus den Begegnungen der Abrahamsfeste, trägt und fördert das Haus Abraham vielfältige Angebote des Kennenlernens, der Begegnung und des Austausches zwischen den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam und weiß sich dabei ganz dem Vermächtnis des Stammvaters Abraham und seiner überlieferten Gastfreundschaft verpflichtet. Seit dem Jahr 2009 ist das Haus Abraham in der Begegnungsstätte der Paul-Gerhardt-Gemeinde zu finden.

www.haus-abraham.de

Logo Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg

Die Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg

Die Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg ist eine landesweit agierende gemeinnützige Einrichtung, die von Muslimen der Hizmet-Bewegung gegründet wurde und sich für die interkulturelle Verständigung engagiert. Die einzelnen Standorte – vormals die Vereine Begegnungen e.V. in Stuttgart, SüdDialog e.V. in Ulm und der Akademische Dialogkreis e.V. in Mannheim – wurden jeweils von deutsch-türkischen Akademikerinnen und Akademikern aus Baden-Württemberg gegründet und leben vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder und Förderer. Jeder Einzelne trägt mit seinen Erfahrungen zu einem vielfältigen und professionellen Programm bei, welches auf allen gesellschaftlichen Ebenen Brücken zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen schlagen soll. Die besonderen Situationen der Minderheiten innerhalb einer Mehrheitsgesellschaft werden im Dialog genauso erörtert wie allgemeine Sorgen, Erwartungen und Chancen.

gfd-bw.de

Logo Abrahamisches Forum in Deutschland

Das Abrahamische Forum in Deutschland e.V.

Das Abrahamische Forum in Deutschland e.V. ist ein Zusammenschluss von Persönlichkeiten aus dem Judentum, Christentum, Islam, Alevitentum und Baha Wissenschaftlern und Experten, die sich für ein gutes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Religion engagieren. Es ist offen für andere Religionen. Das Abrahamische Forum gibt u.a. Stellungnahmen heraus, organisiert Veranstaltungen Abrahamischer Teams und andere interreligöse Dialoge, leitet den Arbeitskreis Religionen und Naturschutz und unterstützt die Internationalen Wochen gegen Rassismus.

abrahamisches-forum.de

Logo Trimum e.V.

Trimum e.V.

Trimum e.V. wurde 2012 als interreligiöses Musikprojekt gegründet. Seit mehr als zehn Jahren hinweg zeigte der Verein, was lange als unmöglich galt: Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslime können ihre musikalischen Traditionen und sogar ihre heiligsten Zeremonien miteinander teilen, ohne ihre jeweilige religiöse Identität aufzugeben. Kern des Projekts ist ein interreligiöser Chor unter der Leitung von Allon Wallach, der unterschiedliche religiöse Musiktraditionen zusammenführt und erfahrbar macht. Zugleich wurde deutlich, welches Potenzial Musik entfalten kann, wenn sie in langfristige interkulturelle und interdisziplinäre Prozesse eingebettet ist. Auf Grundlage dieser Erfahrungen und getragen von der Vielfalt seines Teams verfolgt Trimum e.V. heute das Ziel, diese Herangehensweise auch auf weitere gesellschaftliche und kulturelle Themen der Gegenwart zu übertragen.

trimum.de